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11.03.2017 - Deutsche Meisterschaften im 6-Stunden-Lauf

Deutsche Meisterschaften im 6 Stunden-Lauf

Wenn man jetzt denkt, dass zwischen der abgeschlossenen Winterlaufserie in Hamm und der noch gar nicht begonnenen Triathlon- Saison ein Vakuum liegt, in dem man nur routiniert und verbissen seine Trainingskilometer im Wasser, auf dem Rad und/oder zu Fuß absolviert, dann liegt man zumindest bei Jennifer Schlosser ordentlich daneben. Die HTTlerin ist nicht nur seit einem Jahr begeisterte Triathletin, sondern auch eine ambitionierte Ultraläuferin. Einige Über- Marathon- Distanzen hat sie bereits absolviert, scheut im Training weder Schweiß noch wunde Füße, trotzt Wind und Wetter und wirkt dabei doch immer so herrlich gelassen und entspannt.
Nach einer erfolgreichen, von persönlichen Bestzeiten gespickten Serie in Hamm (wir berichteten) und vor ihrer ersten Ironman 70.3.- Teilnahme im Kraichgau, die dann noch von der ersten Langdistanz bei der Challenge in Roth getoppt werden soll, bewies Jenny am vergangenen Samstag in Münster, aus welchem Holz sie geschnitzt ist und dass man bald auch auf den langen Triathlon- Distanzen mit ihr rechnen kann.
Bei herrlichem Frühlingswetter begab sie sich an den Start der Deutschen Meisterschaften im Ultra- Lauf. Es galt, volle sechs Stunden auf den turnbeschuhten Füßen zu sein und so viele Kilometer wie möglich zu sammeln. Gut vorbereitet und höchst motiviert liebäugelte sie über die 12 Runden mit jeweils 5 Kilometern heimlich mit einem Ergebnis unter den Top 20 in ihrer Altersklasse. Dass dies ein mehr als realistisches Ziel war, zeigte sich genau 6 Stunden später, als die Uhr stehen blieb.
Ganze 54,181km hatte Jenny da auf dem Tacho, das traumhafte Wetter und viele liebe Bekannte als Wegbegleiter hatten ihr die Zeit nicht lang werden lassen, obwohl bei km35 der Mann mit dem Hammer um die Ecke lugte. Doch aufgeben kam zu keiner Zeit in Frage! Als sie bei km 45 auch noch ihren geliebten Ehemann Andre am Streckenrand erblickte, der die Fahrt von Herne nach Münster als Trainingseinheit auf dem Rennrad absolviert hatte, schienen ihr auf den letzten 9 Kilometern noch einmal Flügel zu wachsen und sie blieb ihrem Motto „Sollte. Hätte. Könnte. Würde. MACHEN!“ treu. Sie machte einfach! Noch einmal kurz die Schühchen gewechselt und dann freudestrahlend nach unglaublich langen sechs Stunden die Ziellinie überquert. Insgesamt bedeutete dies einen fabelhaften 62. Gesamtplatz. In ihrer Altersklasse konnte Jenny viele starke Konkurrentinnen hinter sich lassen und sprengte ihre eigenen Erwartungen noch, denn mit einem 10. Platz in der AK war der Top-20- Wunsch mehr als in Erfüllung gegangen.

Wir gratulieren unserem Duracell- Häschen von Herzen und wünschen ihr nun alles Gute für die weiteren Vorbereitungen auf die nun anstehende Triathlonsaison mit großen Höhepunkten im Kraichgau und in Roth, wo sie das HTT11-Team gemeinsam mit vielen anderen hoch motivierten HTTlern und HTTlerinnen repräsentieren wird.

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