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09.06.2018 - Schlosstriathlon Moritzburg

Herner Starter über die Langdistanz in Moritzburg. Herner Starter über die Mitteldistanz in Moritzburg.

Eine Hitzeschlacht - mal gewinnt man, mal verliert man...

Am Wochenende waren gleich 6 Athleten des HTT11 nach Moritzburg bei Dresden gereist, um am dortigen Schlosstriathlon teilzunehmen. Eine tolle Veranstaltung, mit einer einzigartigen Schwimmstrecke im Schlossteich.

Maik Bernhardt und Fuad Rugovac wollten sich auf der Langdistanz einen harten Kampf liefern, Katharina Abbing, Lena Trzaska, Andre Schlosser und Andre Leopold stellten sich der Herausforderung Mitteldistanz.

Für Maik und Fuad ging es bereits um 7 Uhr morgens in den tiefgrünen, schlammigen Teich. Gute Wasserqualität sieht anders aus, aber die beiden wären keine echten "Eisenmänner", wenn sie das abschrecken würde.

Zunächst lief es. Maik kam nach 1:03 h aus dem Wasser, ein paar Minuten später nahm Fuad die Verfolgung auf. Auf dem Rad konnte Maik sich früh den ersten Platz sichern und fuhr allen davon. Als erster - mit über 20 min Vorsprung - wechselte maik auf die Laufstrecke. Für Fuad war das Rennen schon deutlich eher vorbei, nach einer harten Verfolgung erwischte er ein Schlagloch und musste aufgeben, weil die Speichen seines Rads brachen.

Maik hingegen hatte alles gegeben. Zu viel. Krämpfe bei über 30 Grad Hitze und völlige Verausgabung zwangen ihn nach 4 von 6 Laufrunden in die Knie.

"War schön hier in Moritzburg, aber das wofür ich hier war, ging in die Hose. Ich wollte Fuad nicht vorbei lassen und hab alles riskiert und bin einfach nur geballert bei 30° und Sonne. Hatte den Radkurs in 4:33h abgeliefert und fast 22min Vorsprung auf den Zweiten. War das geil, hinter dem Führungsfahrzeug in die Wechselzone zu fahren und unter tosendem Applaus auf die Laufstrecke geschickt zu werden. Nach 2km dann aber leider der erste Schreck. So starke Krämpfe, das ich stehen bleiben musste. Bei KM 25 war der Ofen aber dann aus, ich war einfach durch, konnte nicht mal mehr gehen, ohne dass die Beine zu machten. Ich war so leer im Kopf, dass ich in Führung liegend aufgegeben habe..."

Bei den anderen vier Athleten lief es deutlich besser.
Alle vier kämpften sich durch den Schlossteich, Lena glänzte besonders in ihrer Paradedisziplin und ersten Mitteldistanz und konnte sogar als vierte Frau auf die Radstrecke wechseln. Auf dem Rad wurde sie dann recht schnell von Vereinskollegin Katharina eingeholt. Die hatte nach der letzten Babypause zwar noch nicht wieder die alte Form, aber auf dem Rad noch gute Beine.
Die knapp 90 km fuhr sie in 2:31h, dafür waren die Beine dann platt für den Halbmarathon. "Bei der Hitze ging nicht mehr viel. Ich musste immer wieder gehen, aber den Kampf gegen den Kopf, der einem immer wieder vorschlägt, einfach aufzuhören, habe ich gewonnen!" lachte sie, als sie nach 5:15:05h (und damit wenige Sekunden vor Andre Schlosser, der ebenfalls an seine Grenzen ging) als 8. Frau gesamt und 2. ihrer Altersklasse ins Ziel kam.

Für Andre Leopold war es ebenfalls ein langer, härter Wettkampf, er beendete seine erste Mitteldistanz nach 5:30h.

Lena schließlich kämpfte sich nach 6:41h ins Ziel. Die junge Hernerin konnte damit direkt den Sieg ihrer Altersklasse sichern und war nach dem Rennen sichtlich stolz und glücklich, angekommen zu sein!

Ein Tag mit vielen Höhen und Tiefen - aber genau das macht diesen Sport letztlich aus!

 

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