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10.10.2015 - Ironman Hawaii - WM

Sven Abbing krönte seinen Jahresabschluss mit einer grandiosen Leistung in Kailua Kona bei der Weltmeisterschaft auf Hawaii. Als Gesamt 63. der weltweit besten Triathleten erreichte Sven nach 9:21:06h überglücklich das Ziel nach einem der schönsten, aber auch anspruchsvollsten Ironmanrennen. Für die 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42,195km Laufen benötigte er folgende Zeiten !

Swim: 1:03:39h
Bike: 4:57:18h
Run: 3:14:31h
9:21:06h Gesamt
Platz 10 AK
Platz 63 von 2150 ins Ziel kommenden Athleten

Herzlichen Glückwunsch Sven zu diesem Mega Ergebnis bei den IRONMAN World Championship!

zu den Ergebnissen

einen kleinen Erlebnissbericht von Sven findet ihr hier.......

Ironman World Championship Hawaii 2015

Schon kurz vor dem Schwimmstart wusste ich, dass heute nichts mehr schief gehen kann… Denn neben mir stand plötzlich Sean Astin, der Schauspieler von Samwise Gamgee aus „Der Herr der Ringe“, der Dank einer Wildcard an den Start gehen durfte. Und mit einem Gefährten wie Samwise an seiner Seite erreicht man ja bekanntlich einiges. „wink“-Emoticon Doch ging es zunächst nicht auf die Feuerberge hier auf der Insel, sondern erstmal in die schöne Bucht von Kailua-Kona. Zum Rennen…

Die Profis waren bereits eine halbe Stunde unterwegs, während wir Agegrouper uns an der Startlinie sammelten. Um 6:55 Uhr donnerte dann die Kanone los und unzählige Arme und Beine brachten das heute eigentlich ruhige Wasser zum brodeln. Ich hatte mich weit links eingeordnet, um dem größten Gedränge zu entgehen und meine Taktik ging auf. Ohne größere Zusammenstöße konnte ich gefühlt richtig flott den ersten Teil der Strecke zurücklegen. Nach der Wende folgte eine gewisse Ernüchterung, auf dem Rückweg herrschte eine ordentliche Strömung, so dass mir dieser Teil der Strecke erheblich länger vorkam. Egal, das Schwimmen lief gut und nach 1 Stunde und 3 Minuten erreichte ich die Wechselzone. 
Schnell Unmengen an Sonnencreme auf die Schultern, Badekappe ab, Helm auf, Rad schnappen, ab auf die Radstrecke! 
Bei dem ersten kurzen Rundkurs durch Kona feuerten mich Katharina und Ben an und heizten mir ein für den langen Weg nach Hawi. 

Über den Highway rollte es sehr gut, beim letzten Anstieg nach Hawi dann zeigte sich das hawaiianische Wetter jedoch nicht von seiner besten Seite und bot starken Gegenwind und Regen auf, um uns Athleten den Weg noch schwerer zu machen „smile“-Emoticon
Auch egal, nach dem Wendepunkt rollte es dafür umso flotter bergab zurück zum Highway. Erst die letzten 30 km wurden dann hart, ich war komplett allein unterwegs und starker Gegenwind wehte mir entgegen. Ich entschied mich dagegen, meinen Schnitt auf Teufel komm raus irgendwie retten zu wollen und nahm etwas Tempo raus, um noch halbwegs frisch auf die Laufstrecke zu gehen - eine gute Entscheidung, wie ich später feststellte! Nach 4:57 Stunden erreichte ich so wieder Kailua-Kona.

Auch der zweite Wechsel lief problemlos und ich fand schnell meinen Rhythmus. 
Beim ersten Streckenabschnitt über den Alii Drive war ich mit einer Pace von knapp 4:15 min/km unterwegs, beflügelt auch von Frau und Kind, die mich hier gleich zweimal anfeuerten. 
Als ich dann nach etwa 17km die steile Palani Road zurück zum Highway hinauftrabte, musste ich allmählich der gnadenlosen Hitze Tribut zollen. Der Schweiß strömte, die Haut brannte, die Abstände zwischen den Verpflegungsstationen wurden gefühlt immer länger. 
Um mich auf dem einsamen Weg zum berüchtigten Energy Lab abzulenken zählte ich die Läufer, die mir entgegen kamen. Frodeno - 1! O´Donnel und Realert - 2 und 3… Am Wendepunkt zählte ich etwa 70 und hatte ich dann die Gewissheit, mein Ziel von den Top 100 erreichen zu können. Das gab nochmal einen ordentlichen Motivationsschub für die nächsten heißen, einsamen Kilometer (im Energy Lab und einem Teil des Highways sind keine Zuschauer erlaubt). 
Das Eis an den Versorgungspunkten sorgte inzwischen nur noch ein paar hundert Meter für Abkühlung, die letzten 10 km kämpfte ich jetzt auch beim Laufen gegen den Wind. Zum Glück zogen langsam ein paar Wolken auf!

Irgendwann war es dann soweit. Nur noch etwa 2 km, die Palani Road wieder runter, rein in den Ort, und ab auf eine der wohl schönsten Zielgraden der Welt! 
Hier war plötzlich alle Anstrengung vergessen, unter dem Applaus der Zuschauer genoss ich nach einem 3:14 Stunden Marathon den Zieleinlauf in vollen Zügen, begleitet von Mike Reillys Stimme „Sven Abbing, YOU are an IRONMAN!“

Was für ein Tag, was für ein hartes Rennen, was für ein tolles Rennen! Und die Krönung: 63. Gesamtplatz, 10. Platz AK 30, dreißigster Agegrouper und eine Gesamtzeit von 9:21 Stunden! Jetzt heißt es erstmal, „hang loose“, Urlaub genießen, Beine hochlegen und diesen Moment, diesen Tag noch etwas auskosten!

Aloha, Sven

 

 

 

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