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07.10.2018 - Ironman Barcelona

   Ironman Barcelona  Ironman Barcelona

Wetterkapriolen, Stürze und eine Hawaii- Qualifikation:
Ironman in Barcelona verlangt HTT- Routiniers alles ab

„Eigentlich hätte es heute beim Ironman Barcelona ein richtig guter Tag werden können… aber hätte hätte Fahrradkette….“ So fasst Fuad Rugovac vom Herner Triathlon Team sein letztes Saisonhighlight für dieses Jahr am vergangenen Sonntag in Barcelona zusammen. Vorgenommen hatte sich der Triathlon-Routinier, der im Amateurbereich schon so ziemlich alles erreicht hat, für dieses Mal eine neue Zeitbestmarke: er wollte die 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und den 42,195km langen Marathon in unter neun Stunden bewältigen. Ein Ziel, für das er hart trainiert hatte.
Neben Fuad gab es noch einen weiteren Herner, der sich den eher untypischen Wettkampfbedingungen an jenem Wochenende stellen wollte - Fuads bester Freund und ein ebenso erfahrener Triathlet: Maik Bernhardt. Die beiden, die offiziell ihre Karrieren nach ihrer fulminanten gemeinsamen Hawaii-Teilnahme im Jahr 2016 beendet hatten, können es einfach doch nicht lassen und wollten sich in Barcelona noch einmal einen harten Battle unter „Best Buddies“ geben …
Doch manchmal kommt es erstens anders, und zweitens als man denkt.

Und so versprach es von Anfang an ein hartes Rennen für beide zu werden. Nachdem es bereits die ganze Nacht und auch noch am Morgen gewittert hatte, war vom spanischen Spätsommer erst mal nichts mehr zu sehen, es war windig und die Wellen schlugen hoch, das ein oder andere Schlückchen Salzwasser wurde inhaliert, doch für diese Bedingungen waren beide mit ihrem Schwimmsplit zufrieden, als sie nach 59 min (Maik) bzw 1:02: Std (Fuad) aus dem Wasser stiegen. Das Radfahren wurde dann zur Bewährungsprobe für starke Nerven. Zuerst noch sonnig, setzte bei der über 2 Runden angelegten Strecke Regen ein, die Fahrbahn wurde extrem rutschig. Trennten die beiden Herner zu Beginn lediglich 2km, schaffte es Fuad bis km 150, seinen Rückstand auf Maik bis auf 500 m zu verkürzen. Maik, der nach seinem DNF in Moritzburg noch eine Rechnung mit der Langdistanz in diesem Jahr offen hatte, wollte mit seinen Kräften dieses Mal besser haushalten, nahm seinen aufholenden Freund wahr - und auch, dass im Kreisverkehr einige Fahrer auf der glitschigen Straße zu Fall gekommen waren. Dann war er im Tunnel und konzentrierte sich auf seinen eigenen Wettkampf
Fuad, der, auf die Verfolgung fokussiert, auf dem Auflieger fahrend herangerauscht kam, hatte nicht genügend Zeit in eben jenem Kreisverkehr zu bremsen, um all den herumliegenden Rädern auszuweichen, und überschlug sich, knallte mit dem Knie auf den Bordstein, musste kurz ärztlich versorgt werden … und machte trotz des Sturzes, der Schmerzen und eines kaputten Lenkers weiter.
Doch der Sturz hatte seinen Preis, der Marathon wurde zur Qual (also, zur NOCH größeren Qual als ohnehin schon), denn die Schmerzen im Knie zwangen ihn zu einem Lauf in Schonhaltung. Mit der sub9 wurde es leider nichts, aber nach so einem Rennen unter solchen Bedingungen und mit derartigen Zwischenfällen zählt das Durchziehen, das Beißen- und vor allem, dass am Ende nicht noch Schlimmeres passiert ist, als ein lädiertes Knie und ein kaputter Lenker. Fuad, das war Wahnsinn!!!

Für Maik lief es trotz des turbulenten Rennens am Ende deutlich besser als für seinen Kumpel. Auch er träumte kurzzeitig von einem sub9- Finish, doch der Marathon verlangte auch ihm alles ab, ab km20 begannen die Krämpfe. Doch Maik, der ebenfalls auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurückblicken kann, entschied sich, nicht aufs Ganze zu gehen für eine Zeit von unter 9 Stunden, sondern „das Ding“ sicher nach Hause zu bringen. Und so beendete er dieses turbulent-emotional-verrückte Rennen als 3. seiner Altersklasse und sicherte sich erneut einen Startplatz bei der WM in Kona 2019.
Am Ende entschied er sich dagegen, den Slot anzunehmen. „Irgendwie fehlen da noch mindestens 3 Köpfe“, meint er in Anspielung auf seine (Vereins-)Freunde Fuad, Sven und Katharina Abbing, die 2016 gemeinsam mit ihm das unvergessliche Hawaii-Erlebnis geteilt hatten. Aber wer weiß, was die Zukunft noch bringt und wer es zukünftig aus den Herner Reihen noch mal nach Kona schaffen wird...

Wir gratulieren Maik und Fuad auf jeden Fall ganz herzlich zu ihren großartigen Rennen, ihrem Biss und ihrem Durchhaltevermögen und verabschieden uns jetzt erst mal in die Off- Season.

Wir wünschen allen Sportsfreunden einen schönen Winter und freuen uns schon auf die nächste Saison mit neuen Highlights aus den Ligen und den kurzen und langen Triathlons quer durch Deutschland und über die Landkarte!

09.09.2018 - Verbandsliga Herren und Challenge Almere-Amsterdam

HTT- Männer ziehen in Vreden in die Oberliga ein
… und in Almere wurde dem Frühherbst getrotzt.

Verbandsligastart in Vreden


Das war eine spannende Saison mit Happy End auf den letzten Metern! Am Samstag sicherte sich das Herner Triathlon Team mit Torsten Niehues, Andre Leopold, Marcel Tilly und dem kurzfristig noch eingesprungenen Sebastian Fiebich in der Verbandsliga auf den letzten Metern den 2. Platz in der Tageswertung und konnte so den hart erkämpften Einzug in die Oberliga sichern.
Es war noch mal ein harter Sprint, die lange Saison steckte allen Athleten in den Knochen. Marcel verlor kostbare Zeit, nachdem er beim Schwimmen nicht rechtzeitig auf den Ausstieg hingewiesen wurde und so 100m mehr schwamm als der Rest. Ärgerlich, aber am Ende fiel dies zum Glück nicht ins Gewicht. Mit top Einzelzeiten und einer kompakten Teamleistung untermauerten die Vier die gute Form des gesamten Herner Teams und freuen sich, in der nächsten Saison dann frisch gestärkt in der Oberliga starten zu dürfen. Glückwunsch Jungs, eine Hammerleistung!

Vier andere AthletInnen kämpften sich bei recht herbstlichen Bedingungen bei der Challenge Almere- Amsterdam über die Mittel- und auch Langdistanz. Für Andre Schlosser war es leider kein guter Tag. Nachdem er vor einigen Wochen bei der Langdistanz in Roth nach der Hälfte des Marathons aufgeben musste, zwangen ihn auch diesmal nach einem durchaus guten Schwimm- und einem starken Radsplit erneut Muskelkrämpfe zum Abbruch. Auch wenn die Enttäuschung verständlicherweise groß ist, sind wir uns sicher, dass Andre nach einer erholsamen Off- Season im nächsten Jahr wieder voll motiviert angreifen wird. Kopf hoch, Andre! Für seine Frau Jenny lief es weitaus besser. Sie startete zwar in Almere für das Radroo- Team, trotzdem wollen wir ihre Finisher- Zeit von 11:49 Stunden und ihren 5. Platz in der AK, mit dem sie sich für die Challenge WM in Samorin qualifiziert hat, natürlich lobend erwähnen. Toll gemacht!

Und auch über die Mitteldistanz lief es gut bei den Hernern, obwohl sowohl Lena Steden, als auch Jürgen Mann kurzzeitig schon das Handtuch schmeißen wollten. Lena musste sich nach den ersten Metern im kalten Wasser motivieren (obwohl ihr das Schwimmen eigentlich besonders liegt) , wurde am Ende mit einer neuen persönlichen Bestzeit (39:40min/ 3:29Std/ 2:09 Std, gesamt 6:26:39 Std) belohnt, da es beim Radfahren und vor allem beim Laufen dann doch richtig rund lief.
Und Jürgen Mann “trödelte“ nach einem frostigen Radsplit erst länger in der Wechselzone, konnte sich aber ebenfalls nochmal aufraffen und mit 1:33 Std eine richtig starke Halbmarathon- Zeit vorweisen. Insgesamt kam er nach 5:33 Std zufrieden ins Ziel.
Wir gratulieren auch unseren beiden MD- Finishern ganz herzlich und freuen uns, dass unsere SportlerInnen wieder einmal so viel Biss bewiesen haben. Der innere Schweinehund hat eben keine Chance im HTT.

Als nächstes werden wir dann vom Ironman Barcelona berichten. Wir freuen uns schon!

02.09.2018 - Saisonausklang beim Triathon in Xanten

„Eigentlich wollte ich noch mal richtig einen raushauen, aber daraus wurde leider nichts.“, fasst Olaf Meier seine Leistung nach der Olympischen Distanz in Xanten vom letzten Wochenende zusammen. Bei seinem letzten Saisonrennen vor der wohl verdienten Winterpause lief es für den HTTler beim Schwimmen und Radfahren sogar erst richtig gut. Nach seiner Lieblingsdisziplin Radfahren fand er sich mit einem 22. Platz sogar unter den Top 30 wieder - eine starke Leistung. Doch dann lief es im wahrsten Sinne des Wortes beim Laufen nicht so recht, am Ende sprang mit einer Zeit von 2:35 Stunden und einem 18. AK-Platz trotzdem ein gutes Ergebnis raus, wenn Olaf auch selbst nicht ganz zufrieden war.
Doch nach seinem bisherigen Karrierehöhepunkt, dem Ironman in Frankfurt vor einigen Wochen, nimmt er es dennoch sportlich und freut sich über eine „geile Saison“, die nun für ihn zu Ende geht.

Besser lief es am Sonntag für seinen Vereinskollegen Andre Leoplod, der bei der gut organisierten Veranstaltung und bei herrlichem Spätsommerwetter die Ziellinie nach 2:20 Stunden überquerte, insgesamt einen richtig guten 15. Platz in der Gesamtwertung erzielte und in seiner AK mit einem 4. Platz nur knapp das Podium verfehlte. Nach seinem 70.3- Erfolg in Moritzburg und seiner erfolgreichen Teilnahme in der Verbandsliga kann auch er mit der Saison mehr als zufrieden sein.
Jungs, das habt ihr super gemacht!

Aprops: nächste Woche müssen die Jungs aus der Verbandliga noch einmal in Vreden ran. Es wird ein spannendes Rennen um den 2. Platz und den begehrten Aufstieg.
Ebenso wird das HTT auch bei der Challenge in Almere vertreten sein. Es wartet also noch einmal ein spannendes Wochenende auf die TriathletInnen und wir drücken schon jetzt ganz feste die Däumchen und werden natürlich berichten.

12.08.2018 - Triathlon Hückeswagen

 Triathlon Hückeswagen  Triathlon Hückeswagen  Triathlon Hückeswagen

Die Triathlonsaison neigt sich zwar ganz allmählich ihrem Ende entgegen, aber das heißt natürlich noch lange nicht, dass es deswegen in irgendeiner Hinsicht langweilig werden würde …
Am vergangenen Sonntag standen für das Herner Triathlon Team nämlich gleich zwei starke Ligarennen auf dem Programm. Im schönen, beschaulichen und bergigen Hückeswagen ging es beim traditionellen, beliebten und sehr gut organisierten ATV Triathlon in der Verbands- sowie in der Landesliga noch einmal ordentlich zur Sache.
Außerdem waren zusätzlich noch ein paar Einzelkämpfer mit am Start, sodass das Event mit insgesamt 11 aktiven Herner TriathletInnen plus einigen unterstützenden Angehörigen schon eher einem richtigen „Familienausflug“ glich. Und zwar einem durchaus erfolgreichen!
 
Doch, der Reihe nach … In der Verbandliga Mitte brauchten die Herner Jungs diesmal besonders viel Puste, da sie sich in Hückeswagen über die (einzige in der Liga!) Mitteldistanz quälen mussten. Doch ausgezahlt hat sich die Schinderei allemal, denn mit Maik Bernhardt, Torsten Niehues, Marcel Tilly und Andre Leopold gingen vier ganz Schnelle an den Start. Maik konnte nach 3:57:22 Stunden sogar den Sieg für sich verbuchen. Durch die starken Leistungen seiner Teamkollegen landeten die Vier am Ende auf einem hervorragenden zweiten Platz. In der Tabelle bedeutet das vor dem letzten Rennen in Vreden in 3 Wochen ebenfalls einen 2. Platz, wenn auch nur mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt auf dem momentan Drittplatzierten. Das Saisonziel „Aufstieg“ ist also weiterhin möglich, jedoch dürfen sich die Männer keinen Patzer erlauben, zu trügerisch wäre es, sich jetzt schon in Sicherheit zu wähnen. Da kann man nur Däumchen drücken und hoffen, dass sie auch beim nächsten Mal wieder einen raushauen, was natürlich das erklärte Ziel ist! Es bleibt also spannend!

Ähnlich rund lief es auch für die StarterInnen in der Landesliga. Über die Sprintdistanz gingen hier Katharina Abbing, Olaf Meier, Marc Rosin und Sebastian Fiebich (der für die verletzte Petra Störbrock eingesprungen war) an den Start. Durch eine kompakte und starke Leistung aller vier AthletInnen war auch hier das Ergebnis entsprechend, am Ende des Tages sprang ein guter 7. Platz heraus. Das Saisonziel „Klassenerhalt“ konnte somit bereits vorzeitig gefeiert werden. Ein momentan 6. Platz in der Tabelle und somit im oberen Drittel bedeutet schon jetzt, dass den Hernern und Hernerinnen nichts mehr anbrennen kann. Chapeaut und Gratulation schon jetzt an dieser Stelle!

Und auch für die EinzelstarterInnen lief es noch einmal recht erfolgreich gegen Ende der Saison. Steffi Peters, Stefan Westerdorf und Uli Störbrock begaben sich bei den herrlichen Wetter- und Streckenbedingungen auf die spritzige Volksdistanz. Steffi und Stefan verfehlten mit einem 4. und einem 5. Platz nur knapp um Sekunden die Treppchen ihrer jeweiligen Altersklassen und konnten dennoch mit ihren Ergebnissen sehr zufrieden sein. Und last but not least zehrte auch Uli mit einem erfolgreichen Finish immer noch von den guten Vorbereitungen seines Ironman-70.3.- Debuts in Luxemburg vor einigen Wochen. Unsere Jungs und Mädels haben also wieder einmal alles gegeben!

Gut gelaunt und bei strahlendem Sonnenschein endete dann der erfolgreiche Tag für unsere HTT- Familie.
Wir freuen uns wie immer mit allen über ihre Leistungen und fiebern einem spannenden Saisonabschluss in Vreden entgegen.

29.07.2018 - Ironman Hamburg

 Ironman Hamburg

Bronze bei den Deutschen Meisterschaften über die Langdistanz!

Unser Duracell-Häschen Jennifer Schlosser durfte sich - nur 4 Wochen nach ihrem Start über die Langdistanz in Roth - über Platz 3 bei den DTU-Meisterschaften in der AK 40-44 freuen. Beim IRONMAN Hamburg, der aufgrund von Blaualgen in der Alster zu einem Duathlon umgestaltet wurde - finishte sie in hervorragenden 10:36h. 

Herzlichen Glückwunsch, Jenny!

Und so hat sie selbst das Rennen erlebt:

"Der WAHNSINN, ich kann es nicht in Worte fassen. Ich habe 4 Wochen nach der Challenge Roth den Ironman Hamburg gefinisht. Erst war ich sehr enttäuscht, da das Schwimmen durch einen 6 km Lauf ersetzt wurde. Die Alster hatte zu hohe Blaualgenwerte und die Gesundheit der Triathleten geht vor - also ein Duathlon „Run ~ Swim ~ Run“. Ich fühlte mich gut, vllt. ein bisschen zu gut, habe mich bei den Läufern einsortiert die 3:30-4:30/km laufen ... egal 7:25 Uhr ging ich auf die Laufstrecke. Es sollten lockerer 6 km werden, irgendwie war ich aber schneller. Der Wechsel aufs Rad lief reibungslos und die Strecke war genial. Ich habe davon profitiert so früh gelaufen zu sein, so hatte ich nicht allzu viele Triathleten vor mir. Der Trainer hat gesagt: „Hau einen raus!“ Gesagt, getan! Die ersten 90 km hatte ich meinen Spaß auf der Strecke und einen Schnitt von 35,6km/h. Ich habe einen Kerl nach dem anderen eingesammelt. Nach 100 km zeigte mir meine Garmin eine Zeit von 2:45 Stunden an - das Ding lügt doch! Sollte ich es schaffen unter 5:30 Stunden ins Ziel zu kommen?

Andre hat mich an der Strecke an verschiedensten Punkten angefeuert und versucht Fotos zu machen, leider ohne Erfolg. Der letzte Satz den ich noch hören konnte war: „Scheiße zu schnell!“ Die zweite Runde war sehr anstrengend, mein Freund der Gegenwind war auch wieder mit von der Partie ... aber nicht mit mir, dafür habe ich es oft genug im Training trainiert. Der Rückweg zum Ziel war dann besser und ich konnte die Pace erhöhen. In der Wechselzone angekommen haben mich André und Olaf bereits erwartet und mich lauthals auf die Laufstrecke geschickt. Es war sehr warm und die Strecke hatte viele Wendepunkte und eine fette Rampe zur Brücke hoch, dass ganze dann vier Runden - Laufen kann ich ja, zwar nicht schnell aber dafür ganz laaaaaange. Auf der Laufstrecke habe ich noch viele bekannte Gesichter gesehen die mich angefeuert haben, Danke an mein Schatz André, Olaf alias Greipel, Martin & Regina und Elke.

Ich bin dann mit sagenhaften 10:36:32 Stunden ins Ziel geflogen. Ich habe den 11. Platz in meiner AK von 42 Starterinnen gemacht. Das Beste ist der 5. Platz in meiner AK auf dem Bike und der 3. Platz in meiner AK bei den Deutschen Meisterschaften der DTU. Vielen Dank an meinen Trainer Maik Bernhardt für das gute effektive Training!

Jetzt freue ich mich auf eine Woche Erholung, auf die neuen Trainingspläne, zwei Wochen Training am Chiemsee (andere Leute würden „Urlaub“ sagen) und auf die Challenge Almere in fünf Wochen, meine letzte Langdistanz in diesem Jahr. Wie heißt es so schön: Alle guten Dinge sind drei!"

21. bis 28.07.2018 - 10. Lüchower Laufwoche

 Lüchower Laufwoche

HTT11-Athleten auch im Urlaub fleißig

Kalle Dietz erlief sich bei der 10. Lüchower Laufsportwoche im niedersächsischen Wendland nach fünf sehr unterschiedlich langen Läufen ( 3 -7 km ) den ersten Platz in der Altersklasse 55 in einer Gesamtzeit von 1:29.42 h über insgesamt 20,1 km.

08.07.2018 - Ironman Frankfurt

 Ironman Frankfurt  Ironman Frankfurt  Ironman Frankfurt

Zwei Athleten des HTT stellen sich der Herausforderung!

Für Jürgen Mann und Olaf Meier ging es am letzten Sonntag an die ultimative Triahtlon-Herausforderung – die Langdistanz! Für Jürgen war es nach einem Start in Roth 2002 und jahrelanger Pause der zweite Wettkampf über diese Disziplin, für Olaf die erste Langdistanz überhaupt. Beim Ironman Frankfurt wollten die beiden ihren Traum vom Finish erfüllen - und es klappte!

Der Tag begann in den frühen Morgenstunden. Um 3 Uhr klingelte der Wecker die beiden Athleten aus dem unruhigen Schlaf. Nach einem schnellen Frühstück und dem letzten Materialcheck in der Wechselzone ging es um 6:40 Uhr an den Start. Die 3,8 km wurden – unterbrochen von einem kurzen Landgang – im See geschwommen, die Teilnehmer per „roling start“ ins Wasser geschickt. Das heißt, alle paar Sekunden durften etwa 10 Athleten gleichzeitig los. Auch wenn dies die Sicherheit beim Schwimmen verbessern soll, wurde es dennoch „ein Geprügel“ (Zitat Jürgen). Aber Olaf und Jürgen meisterten die erste Disziplin und verließen nach 1:16 h bzw 1:30 h das kühle Nass.

Rasch den Neopren aus, rauf aufs Rad und dann galt es zunächst, knapp 20 km in Richtung Frankfurt City zu rollen. Dann begann die eigentliche Herausforderung mit der etwa 80 km langen Radrunde, die zwei Mal zu fahren war. Während Jürgen die ersten 50 km auf dem Rad mit Magenproblemen zu kämpfen hatte, es dann aber rund lief, konnte Olaf von Anfang an seine Leistung abrufen. Unter begeistertem Jubel mehrerer extra angereister HTTler wechselten beide nach 5:41 h (Olaf) und 6:15 h (Jürgen) auf die Laufstrecke.

Anfangs „etwas unkoordiniert, am Anfang der Laufstrecke noch gehend meine Frau gesucht und gefunden, umarmt und dann los“ (Zitat Olaf) galt es, die 42,195 km zu bewältigen. „Da siehst du auf deiner ersten und zweiten Runde Athleten, die schon drei oder vier Bändchen hatten und du denkst boah! der Weg ist noch so weit, die will ich auch und auf einmal taucht wieder irgendwo jemand Bekanntes auf, das war immer so toll, da wusstest ich, du bist nicht allein, du schaffst das!“ (Olaf)

Irgendwann konnten dann beide Athleten das dritte du letzte Rundenbändchen ergattern, die letzten 10 km bis zum Ziel. „Noch 1000 m, der helle Wahnsinn, gleich geschafft, du kannst den Zielsprecher schon hören, der jeden Athleten ankündigt. Und da ist er dann, der Zielkanal, emotional bin ich ja bei solchen Geschichten nah am Wasser gebaut, aber da unten konnte ich mich noch zurück halten und breitete meine Arme aus um bei allen Zuschauern rechts und links abzuklatschen. 15m vor dem Ziel hörte ich wieder von einer bekannten Stimme meinen Namen rufen. Da konnte ich nicht mehr und hab meinen Gefühlen freien Lauf gelassen!“ (Olaf)

Nach 11:54:18 durfte Olaf schließlich die langersehnten Worte YOU ARE AN IRONMAN hören. Jürgen, der etwas später gestartet war, holte Olaf noch auf den letzten Kilometern vor dem Ziel ein und finishte in einer Zeit von 11:36 Stunden. Überglücklich schlossen sich beide im Ziel in die Arme.

01.07.2018 - Challenge Roth und Kurzdistanz in Saerbeck

 Challenge Roth.  Challenge Roth  Challenge Roth.

Challenge Roth fordert HTT- Kämpfern alles ab … und ein kleines Comeback in Saerbeck

So liebe Freunde des gepflegten Triathlon- Sports:
Es ist zwar schon über eine Woche her, und mittlerweile liegt mit dem IM Frankfurt, der gestern spektakulär und natürlich mit HTT- Einsatz zu Ende ging, auch schon wieder das nächste Highlihgt im Triathlon-Jahr hinter uns (über das wir selbstverständlich noch berichten werden!), aber wir müssen die Uhren trotzdem ein bisschen weiter zurückdrehen und noch einmal einen Blick auf die Challenge Roth werfen, die bereits am 1.7. über die Bühne ging, denn:
Ehre, wem Ehre gebührt … und gut Ding will sowieso Weile haben. In diesem Sinne also jetzt viel Spaß beim Rückblick auf ein sehr spannendes und emotionales Rennwochenende im schönen mittelfränkischen Roth.

Noch vor wenigen Wochen hätte wohl kaum jemand damit gerechnet, dass Jennifer Schlosser wirklich am Morgen des 1.7.2018 in Hilpoltstein am Kanal stehen würde, um es tatsächlich durchzuziehen. Wobei: wer sie kennt, den wundert es eigentlich doch nicht, schließlich lautet das Motto der Ultraläuferin stets: „Aufgeben ist keine Option.“ Und so hielt sie es auch diesmal und ging bei der traditionsreichen Langdistanz in Roth an den Start, obwohl sie sich nach einem schweren Radsturz im Training vor wenigen Wochen erst noch einer OP unterziehen musste. Doch versuchen wollte sie es trotzdem wenigstens. Und ihre Traute wurde dann auch belonht. Nach einer neuen persönlichen Wettkampfbestzeit im Schwimmen (trotz der Schultergeschichte) ging es bei heftigem Gegenwind aufs Rad. Nicht unbedingt schön, aber durch ähnlich bedingte Trainingseinheiten abgehärtet, hieß es „Augen zu und durch“. Die Schulter hielt, die Beine machten mit, das harte Training zeigte seine Wirkung. Beim abschließenden Marathon lief es für die Hernerin auch gut, und so kam sie, durch ein Päuschen auf den letzten Kilometern gezwungen, nur ganz knapp hinter der magischen 12- Stunden- Grenze erschöpft, aber überglücklich ins Ziel. Eine unglaublich starke Leistung!

Lediglich die Nachricht ihres Mannes Andre, er müsse den Wettkampf bei Laufkilometer 28 abbrechen, jagte ihr noch auf der Strecke einen Schrecken ein. Was war passiert?
Andre war auch gut in den Wettkampf eingestiegen, bemerkte jedoch bereits nach knapp zweieinhalb Kilometern erste Schmerzen im Rücken. Der Wechsel aufs Rad gelang ihm zunächst noch gut, Puls und Rhythmus stimmten, es lief erst rund. Leider machte sich der Rücken mehr und mehr bemerkbar, der Kampf gegen die Schmerzen zog sich unter permanenter Abwägung von Engelchen Durchziehen und Teufelchen Abbrechen bis hin zu Laufkilometer 28, wo Andre dann endgültig entschied, aus dem Wettkampf auszusteigen. Eine bittere Pille, nach all den Strapazen dem Teufelchen so kurz vorm Ziel nachgegeben zu haben…. aber es läuft nicht immer rund und wir ziehen trotzdem unseren Hut, denn DAS müssen andere erst mal leisten. Und manchmal ist Aufgeben eben doch eine Option, nämlich dann, wenn der Körper nicht mehr das leisten kann, was der Kopf gerne möchte. Also Kopf hoch und nach vorne schauen! Und die Challenge Almere wartet schon auf Andre und im neuen Spiel gibt`s garantiert auch neues Glück!

Einen emotionalen Abschluss fand das Rennen aber für das Ehepaar dennoch, als Andre nämlich Jenny kurz vor dem Ziel in Empfang nahm und gemeinsam mit ihr Hand in Hand durchs Ziel laufen konnte…
Lovestory Triathlon … Bei uns ist eben alles drin!

Einen glücklichen Abschluss fand das Rennen auch für Michael Dierich, der sich, wie Jenny und Andre ebenfalls, in Roth auf seine zweite Langdistanz begab. Auch er hatte im Vorfeld mit einigen Trainingsrückschlägen zu kämpfen, hatte ihn doch im März eine hartnäckige Grippe lange ausgebremst. Dennoch konnte er seine Zeit vom ersten Mal um ganze 50 Minuten unterbieten und kam überglücklich ins Ziel. Herzlichen Glückwunsch, Micha!

… und gaaaanz weit ab von dem Trubel und den Strapazen von Roth, feierte eine weitere Herner Triathletin am gleichen Tag im beschaulichen münsterländischen Saerbeck bei strahlendem Sonnenschein und guten Bedingungen ein kleines erfolgreiches Comeback über die Olympische Distanz. Für Steffi Peters war es nämlich der erste Wettkampf, nachdem sie im März zum zweiten Mal Mutter geworden war. Und auch sie war mit ihrem Rennen sehr zufrieden und zeigte sich nur rund dreieinhalb Monate nach der Geburt schon wieder gut in Form. Am Ende lief sie als 9. Frau über die Ziellinie und damit unter die Top-Ten und sicherte sich in ihrer Altersklasse sogar den 2. Platz.

Wir gratulieren allen Athleten und Athletinnen ganz herzlich!

24.06.2018 - Dortmund, Indeland und zwei Osteseemänner

 PSD Bank Triathlon Dortmund  Verbandsligastart in Indeland  Mitteldistanz Ostseeman

Momentan geht es Schlag auf Schlag beim HTT.
Jedes Wochenende ein Highlight, manchmal sogar gleich mehrere, unsere Athleten und Athletinnen tummeln sich gerade überall, wo was los ist. Am vergangenen Wochenende standen gleich drei Events auf dem Programm, bei denen sich unsere Jungs und Mädels von ihrer besten Seite zeigten.

In der Verbandsliga schnappte sich das Herner Team mit Maik Bernhardt, Fuad Rugovac, Sebastian Fiebich und Sven Abbing in Indeland über die Olympische Distanz den Tagessieg. Maik kam insgesamt als Zweitschnellster ins Ziel, auch Sven und Fuad liefen unter die Top 10. Eine starke kompakte Leistung für ein Team, das kurzfristig einspringen musste.

In Dortmund gingen gleich vier Herner Triathleten und Triathletinnen an den Start. Für Arndt Henkel war es der allererste Triathlon überhaupt, er ging über die Olympische Distanz an den Start. Trotz eines suboptimalen Schwimmsplits und daraus resultierenden Problemen beim Laufen gelang es ihm dennoch, seinen ersten Wettkampf in 2:44 Stunden zu beenden. Damit konnte er auf jeden Fall Biss beweisen. Herzlichen Glückwunsch zum klasse Debut! Über die gleiche Distanz sicherte sich Katharina Abbing bei den Frauen in einem harten Rennen den Sieg mit einer Zeit von 2:15:54 Stunden. Wir gratulieren ganz herzlich zu diesem Erfolg! Ebenfalls in Dortmund am Start waren Marc Rosin und Lena Trzaska, die gut gelaunt die Sprintdistanz absolvierten.

Und dann vertraten Jan Chill und Christian Rachni das Herner Team zusätzlich noch beim Ostseeman 113 Damp. Von Jan Chill gab es ordentlich Lob für den Veranstalter, der sich tolle und einladende Strecken für die Teilnehmer überlegt hatte. Auch das Schwimmen in der Ostsee bei 15.9 Grad sei ein echtes Erlebnis gewesen. Leider konnte er die besagten schönen Strecken nicht komplett genießen, ein Raddefekt bremste ihn 9km vor der zweiten Wechselzone aus. Für Jan eine herbe Enttäuschung, hatte er sich doch nach einem Innenmeniskusriss im März erst wieder an seine Form herankämpfen müssen und war überglücklich gewesen, es dennoch an den Start geschafft zu haben. Aber als langjährig erfahrener Athlet blickt er nach vorn, hakt das vergangene Rennen in diesem „Seuchenjahr“ ab und freut sich auf das 24-Stunden- Schwimmen in Dusiburg in zwei Wochen, bei dem er mit Christian Rachni an den Start geht. Der ist bestens vorbereitet, denn als zweiter Starter im Bunde beim Ostseeman lief es für ihn eindeutig besser als für seinen Teamkameraden. Hatte er doch in den letzten Monaten immer wieder Pech gehabt und war durch Verletzungen etliche Male zurückgeworfen worden, konnte er das Rennen statt in einer angepeilten Zeit von 5:55 Stunden mit beachtlichen 5:24 Stunden beenden und konnte so seit langem endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis für sich verbuchen.

Wir freuen uns mit unseren Athletinnen und Athleten über so ein erfolgreiches Wochenende!

 

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